Klangliche Brillanz und stilvolle Gestaltung
Die Augusteum-Orgel besticht durch ihren klaren, warmen Klang mit barocker Transparenz und feiner Artikulation. Sie eignet sich hervorragend für ein breites Repertoire von Alter Musik bis hin zur Moderne. Der stilvolle mehrfeldrig gegliederte rokoko-klassizistische Prospekt ist farbig in Grün, Weiß und Gold gefasst sowie mit Ziervasen und musizierenden Putten geschmückt und fügt sich harmonisch in die barocke Architektur des Saales ein.
Mechanische Präzision in Spiel und Register
Die Augusteum-Orgel verfügt über insgesamt 17 klingende Register und ihre Disposition umfasst ein Hauptwerk, ein Brüstungspositiv und ein Pedalwerk. Die Disposition ist ausgewogen und erlaubt sowohl transparente barocke als auch farbenreiche moderne Interpretationen. Ihre Traktur ist vollständig mechanisch, sowohl im Spiel als auch in der Registersteuerung. Die Koppeln II/I, I/P und II/P sind über Registerzüge und Fußhebel bedienbar.
Von klassischem Repertoire bis zu experimentellen Formen
Die Augusteum-Orgel spielt eine zentrale Rolle im kulturellen Leben des Augusteums. Sie wird regelmäßig bei Konzerten, Musikveranstaltungen und Orgelführungen eingesetzt. Ihre mechanische Bauweise erlaubt eine präzise und ausdrucksvolle Spielweise, die besonders in der historischen Aufführungspraxis geschätzt wird. Gleichzeitig öffnet sich das Programm zunehmend neuen musikalischen Ausdrucksformen: Künftig wird die Augusteum-Orgel nicht nur Werke des klassischen Orgelrepertoires erklingen lassen, sondern auch in modernen Interpretationen, freien Improvisationen sowie experimentellen Klangkombinationen zu erleben sein.
Steckbrief
- Baujahr: 1968/1969/1970**
- Erbauer: Gregor Hradetzky, Krems a.d. Donau
- 2-manualig, Pedal (I. HW + II. BP C-f3, P. C-f1)
- mechanische Register- und Spieltraktur
- Schleifladen
- 17 klingende Register
- Spielhilfen
Quelle: Michael Seiberler, Augusteum
