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20.08.2025

Augusteum-Orgel

Die Augusteum-Orgel wurde in den Jahren 1968 bis 1970 vom renommierten Orgelbauer Gregor Hradetzky aus Krems an der Donau geschaffen. Sie steht auf der Empore der ehemaligen Augustinerkirche in Korneuburg, die heute als Augusteum ein Kultur- und Veranstaltungszentrum ist. Der barocke Vorgänger der Orgel wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Neubau konnte durch großzügige Spenden verwirklicht und in drei Bauetappen vollendet werden.

Klangliche Brillanz und stilvolle Gestaltung

Die Augusteum-Orgel besticht durch ihren klaren, warmen Klang mit barocker Transparenz und feiner Artikulation. Sie eignet sich hervorragend für ein breites Repertoire von Alter Musik bis hin zur Moderne. Der stilvolle mehrfeldrig gegliederte rokoko-klassizistische Prospekt ist farbig in Grün, Weiß und Gold gefasst sowie mit Ziervasen und musizierenden Putten geschmückt und fügt sich harmonisch in die barocke Architektur des Saales ein.

Mechanische Präzision in Spiel und Register

Die Augusteum-Orgel verfügt über insgesamt 17 klingende Register und ihre Disposition umfasst ein Hauptwerk, ein Brüstungspositiv und ein Pedalwerk. Die Disposition ist ausgewogen und erlaubt sowohl transparente barocke als auch farbenreiche moderne Interpretationen. Ihre Traktur ist vollständig mechanisch, sowohl im Spiel als auch in der Registersteuerung. Die Koppeln II/I, I/P und II/P sind über Registerzüge und Fußhebel bedienbar.

Von klassischem Repertoire bis zu experimentellen Formen

Die Augusteum-Orgel spielt eine zentrale Rolle im kulturellen Leben des Augusteums. Sie wird regelmäßig bei Konzerten, Musikveranstaltungen und Orgelführungen eingesetzt. Ihre mechanische Bauweise erlaubt eine präzise und ausdrucksvolle Spielweise, die besonders in der historischen Aufführungspraxis geschätzt wird. Gleichzeitig öffnet sich das Programm zunehmend neuen musikalischen Ausdrucksformen: Künftig wird die Augusteum-Orgel nicht nur Werke des klassischen Orgelrepertoires erklingen lassen, sondern auch in modernen Interpretationen, freien Improvisationen sowie experimentellen Klangkombinationen zu erleben sein.

Steckbrief

  • Baujahr: 1968/1969/1970**
  • Erbauer: Gregor Hradetzky, Krems a.d. Donau
  • 2-manualig, Pedal (I. HW + II. BP C-f3, P. C-f1)
  • mechanische Register- und Spieltraktur
  • Schleifladen
  • 17 klingende Register
  • Spielhilfen

    Quelle: Michael Seiberler, Augusteum

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