
ORGELspiel - das Festival
22.–27.09.2026
DAS FESTIVAL
Ein Instrument.
Ein Raum.
Ein Erlebnis.
ORGELspiel ist kein Festival wie jedes andere. Hier rückt ein Instrument in den Mittelpunkt — und das Publikum bleibt nah dran. Nah an der Musik. Nah an den Künstler:innen. Nah am Klang.
Im Forum Augusteum verwandelt sich ein ehemaliger Kirchenraum für sechs Tage in einen Ort der Begegnung mit der Orgel. Meisterklasse und Konzert, Bildung und Erlebnis, meditative Klänge und festliche Oper — ORGELspiel vereint, was zusammengehört und bietet Platz für Vielfalt.
„Die Orgel ist ein einziges Instrument und zugleich ein ganzes Orchester. Man kann auf ihr alles spielen. Nur Mut.“
Michael Seiberler, Künstlerische Leitung

Festivalpass
24.–27. September 2026
Die ganze Vielfalt des ORGELspiel 2026 Festivals erleben!Vier Tage voller Musik, Begegnungen und besonderer Klangerlebnisse – mit nur einem Ticket inklusive Workshop und ORGELbrunch (ausgenommen Meisterkurs mit Roman Hauser)
Festivalpass für € 100,- online im Ticketshop erhältlich.
Festivalpass für € 100,- online im Ticketshop erhältlich.
PROGRAMM
SECHS Tage. DREI Formate.
1. Internationaler Meisterkurs für Orgelimprovisation — Große Improvisation auf kleiner Orgel
22.–25. September 2026
€ 60,- passive / € 90,- aktive Teilnahme
Roman Hauser, Wien

Vier Tage intensive Begegnung mit der Kunst der Improvisation — geleitet von Roman Hauser, einem der profiliertesten Orgelimprovisatoren des deutschsprachigen Raums. Nachmittags: freie Übungszeit der Teilnehmer:innen.
Dieser Meisterkurs fokussiert sich auf das Improvisieren auf kleinen und mittelgroßen Orgeln. Vielen Organist:innen steht im Alltag keine Dom- oder Konzertorgel zur Verfügung, dennoch lassen sich gerade auf kleinen Orgeln wundervolle Improvisationen gestalten. Roman Hauser stellt Improvisationsmodelle und Techniken vor, widmet sich der klassischen, modalen und modernen Musiksprache und wird mit den Teilnehmer:innen ein Programm erarbeiten, welches im Zuge des Eröffnungskonzertes des ORGELspiel Festivals 2026 an der Augusteum-Orgel der Öffentlichkeit präsentiert wird. Roman Hauser unterrichtet in diesem Meisterkurs Improvisation allen Interessierten jeder Ausbildungsstufe, explizit auch für Anfänger:innen. Es werden ausdrücklich auch Improvisationsformen außerhalb des kirchlichen und liturgischen Bereichs präsentiert.
Anmeldung und Ablauf
- Bewerbung mit Kontaktdaten, Kurz-Vita, Ausbildungen an verein@augusteum.at
- Anmeldefrist bis einschließlich 1.9.2026
- Die Anmeldung kommt erst nach Rückmeldung des Veranstalters zustande
- Unterricht 22.-25.9. von 9.00-13.00 Uhr
- Freies Üben 22.-25.9. von 13.00-21.00 Uhr
- Keine Übernachtung und Verpflegung inkludiert
Faszination Orgel — ein Workshop für Erwachsene
24. September 2026
18.00-20.00 Uhr
€ 15,- inkl. Heurigenbuffet
Michael Seiberler, Augusteum-Organist

Entdecken Sie die faszinierende Welt der Orgel in einem Workshop für Erwachsene – geleitet von Augusteum-Organist Michael Seiberler.
Was steckt hinter dem mächtigsten aller Instrumente? Dieser Workshop lädt ein, die Orgel nicht nur zu hören, sondern wirklich zu verstehen – ganz ohne Vorkenntnisse, ganz ohne Noten. Einzige Voraussetzung: Neugier.
Unter der Leitung von Michael Seiberler, Organist des Augusteums, bauen die Teilnehmer:innen zunächst gemeinsam eine voll funktionsfähige Miniaturorgel nach. Anhand eines Orgelbausatzes erschließt sich Schritt für Schritt, was hinter Tasten, Pfeifen und Windladen steckt – die faszinierende Mechanik eines Instruments, das seit Jahrhunderten Kirchenräume und Konzertsäale erfüllt.
Im zweiten Teil öffnet sich die große Augusteum-Orgel: Eine geführte Erkundung der Königin der Instrumente vertieft das zuvor Erlernte. Wer möchte, darf schließlich selbst an die Tasten und musizieren – Spielkenntnisse sind ausdrücklich nicht erforderlich.
Den Abschluss bildet ein gemütliches Heurigenbuffet – Zeit zum Nachklingen, Plaudern und Genießen. Tickets für das anschließende Saisonauftaktkonzert sind separat erhältlich.
Eröffnungskonzert: Momente der Improvisation
25. September 2026
19.30 Uhr, Einlass 19.00 Uhr
VVK € 20,- / AK € 23,-
Roman Hauser und Teilnehmer:innen des Meisterkurses

Roman Hauser und die Teilnehmer:innen des Meisterskurses präsentieren die Früchte von vier Tagen in einem offenen Improvisationskonzert — spontan, lebendig, unwiederholbar.
Mit dem Eröffnungskonzert „Momente der Improvisation“ startet das Festival ORGELspiel 2026 und präsentiert zugleich den Abschluss des Meisterkurses „Große Improvisation auf kleinen Orgeln“ unter der Leitung von Roman Hauser.
Vier Tage lang haben sich die Teilnehmer:innen intensiv mit den vielfältigen Möglichkeiten der Orgelimprovisation beschäftigt. Im Konzert machen sie nun hörbar, was in dieser Zeit entstanden ist: musikalische Ideen, die sich unmittelbar im Moment entfalten und dabei stets einzigartig bleiben. Denn Improvisation lebt von der Spontaneität – aus einem Thema, einer Melodie, einem Bild oder einer anderen Inspiration entsteht Musik, die nur in diesem Augenblick existiert.
Die Orgelimprovisation blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und verbindet handwerkliches Können mit künstlerischer Freiheit. Dabei zeigt dieser Abend eindrucksvoll, dass große musikalische Ausdruckskraft nicht von der Größe eines Instruments abhängt. Auch auf kleinen und mittleren Orgeln entstehen faszinierende Klangwelten voller Farben, Kontraste und überraschender Wendungen.
Geleitet wird der Meisterkurs von Roman Hauser, Organist, Improvisator und Pädagoge mit internationaler Konzerttätigkeit. Als Hauptorganist der Jesuitenkirche Wien und Lehrender für Orgelimprovisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt er zu den profilierten Vertretern seines Fachs. Im Konzert wird er die Beiträge der Teilnehmer:innen durch eigene Improvisationen ergänzen und so die Verbindung von Lehre, Erfahrung und künstlerischer Praxis erlebbar machen.
Das Publikum erwartet ein abwechslungsreicher Abend voller Kreativität, individueller Handschriften und musikalischer Entdeckungen. Jede Improvisation erzählt ihre eigene Geschichte, jeder Moment birgt Neues. So wird die Festivaleröffnung zu einer Feier des Augenblicks – lebendig, überraschend und einmalig.
Ein Konzert für alle, die erleben möchten, wie Musik genau in dem Moment entsteht, in dem sie erklingt.
ORGELbrunch
26. September 2026
10.30 bis 13.00 Uhr,
Einlass 10.15 Uhr
VVK € 35,- / TK € 38,-
Michael Seiberler, Augusteum-Organist

Ein entspannter Samstagvormittag im Zeichen der Orgel. Musik, Gespräch und Genuss — ein Format für alle, die Kunst und Leben verbinden möchten.
Inhaltlich spannt das musikalische Programm einen bunten Bogen durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen. So reicht die Auswahl von beliebten Klassikern wie „Fly Me to the Moon“ bis zu Werken von Georg Friedrich Händel.
Die Gäste erleben dabei die Vielseitigkeit der Orgel auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Weise. Der Orgelbrunch ist Teil des kulturellen Engagements des Kulturvereins Augusteum, der die Hradetzky-Orgel des und das Forum Augusteum als lebendigen Ort der Begegnung pflegt. Freuen Sie sich auf einen genussvollen Vormittag voller Musik, Kulinarik und besonderer Atmosphäre.
Der Ticketpreis beinhaltet die angebotenen Speisen. Getränke können vor Ort erworben werden und sind nicht im Ticketpreis enthalten.
Nacht unter barockem Himmel
26. September 2026
19.30 Uhr, Einlass 19.00 Uhr
VVK € 20,- / AK € 23,-
Michael Seiberler (Orgel)
Monika Rak (Querflöte)
Martin Zeman (Cello)

Barock – neu gedacht. Eine Nacht voller Klang, Licht und sinnlicher Eindrücke. Die Kultbar QUBE versorgt an diesem Abend die Gäste kulinarisch.
Eine Nacht zum Zurücklehnen, Eintauchen und Genießen: Unter dem Gewölbe des Augusteums verschmelzen Musik, Licht und Raum zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis. In entspannter Atmosphäre – mit Liegestühlen, einem Glas Wein und kleinen Köstlichkeiten – entsteht ein Abend, der die Sinne anspricht und den Alltag für einige Stunden in den Hintergrund treten lässt.
„Nacht unter barockem Himmel“ versteht Barock nicht nur als kunsthistorische Epoche, sondern als Gefühl: als Spiel mit Licht und Schatten, Fülle und Stille, Nähe und Weite. Das schlichte Gewölbe wird durch atmosphärische Lichtinstallationen immer wieder neu verwandelt und zur Projektionsfläche für wechselnde Klang- und Bildwelten.
Das Programm führt durch mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte. Zu hören sind unter anderem Erik Saties Gymnopédie, Johann Sebastian Bachs Cello-Suite, Arvo Pärts Spiegel im Spiegel, das Adagio aus Alessandro Marcellos Oboenkonzert d-Moll sowie Händels berühmtes Lascia ch’io pianga. Werke von Florence Price, Mel Bonis, Jeanne Demessieux, Sarah Watts und Élisabeth Jacquet de la Guerre eröffnen darüber hinaus neue Perspektiven auf bekannte und weniger bekannte musikalische Stimmen. Eine freie Orgelimprovisation macht den Moment selbst zum Teil des Konzerts.
Orgel, Querflöte und Cello schaffen einen Klangraum zwischen Meditation, Schönheit und Ausdruckskraft. Jeder Programmpunkt erhält durch die Lichtgestaltung seine eigene Atmosphäre und lässt neue Verbindungen zwischen Musik, Architektur und Wahrnehmung entstehen. Ausgewählte Getränke der Wein- und Cocktailbar QUBE laden dazu ein, den Abend mit allen Sinnen zu genießen und die besondere Atmosphäre zwischen Klang, Licht und Raum entspannt auszukosten.
So wird das Augusteum an diesem Abend zu einem Ort der Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart, von Kunst und Genuss. Eine Einladung, sich Zeit zu nehmen, den Blick nach oben zu richten und für einen Moment ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Getränke und Speisen sind nicht im Preis inbegriffen und können vor Ort erworben werden.
Il trionfo del Tempo e del Disinganno
Georg Friedrich Händel
27. September 2026
17:00 Uhr, Einlass 16.30 Uhr
VVK € 25,- / AK € 28,-
Roberta Invernizzi, Bellezza (Sopran)Anna Manske, Piacere (Mezzosopran)Nicholas Spanos, Disinganno (Countertenor)Daniel Johannsen, Tempo (Tenor)Ensemble Continuum Wien (auf historischen Instrumenten)Leitung: Daniel Freistetter

Eine konzertante Händel-Oper unter der Leitung von Daniel Freistetter — festlicher Abschluss eines Festivals, das beweist: Barocke Musik ist lebendigste Gegenwart.
Mit Georg Friedrich Händels erstem Oratorium Il trionfo del Tempo e del Disinganno (1707) erwartet das Publikum nicht nur ein Höhepunkt der Barockmusik, sondern auch das festliche Abschlusskonzert des Festivals ORGELspiel 2026. Zum Ausklang des Festivals erklingt ein Werk von außergewöhnlicher musikalischer und geistiger Strahlkraft, das die Dramatik der Oper mit der Tiefe des Oratoriums verbindet. Im Mittelpunkt steht ein zeitloser Konflikt: Die junge Schönheit (Bellezza) steht zwischen den Verlockungen des Vergnügens (Piacere) und den Mahnungen von Zeit (Tempo) und Erkenntnis (Disinganno), die auf die Vergänglichkeit allen Irdischen verweisen. Aus diesem spannenden Dialog formt Händel ein musikalisch reiches und bewegendes Werk voller Ausdruckskraft, Virtuosität und emotionaler Tiefe.
Für diese Aufführung konnte ein hochkarätiges internationales Solistenensemble gewonnen werden. Die italienische Sopranistin Roberta Invernizzi, eine der bedeutendsten Interpretinnen barocker Gesangskunst, übernimmt die Partie der Bellezza. An ihrer Seite singt die Wiener Mezzosopranistin Anna Manske als Piacere, deren vielseitige Opern- und Konzerttätigkeit sie an zahlreiche renommierte Bühnen Europas geführt hat. Die Rolle des Disinganno gestaltet der griechische Countertenor Nicholas Spanos, der sich als Spezialist für Alte Musik und Händel-Repertoire einen Namen gemacht hat. Als Tempo ist der international gefragte Wiener Tenor Daniel Johannsen zu erleben, der zu den profiliertesten Bach- und Oratorieninterpreten seiner Generation zählt.
Begleitet werden die Solist:innen vom Ensemble Continuum Wien, das auf historischen Instrumenten musiziert und seit vielen Jahren zu den profilierten Originalklang-Ensembles Österreichs zählt. Seine Musikerinnen und Musiker sind regelmäßig bei Festivals, in bedeutenden Konzertsälen sowie an historischen Aufführungsorten im In- und Ausland zu Gast. Für ihre stilistisch differenzierten und lebendigen Interpretationen werden sie von Publikum und Presse gleichermaßen geschätzt.
Die musikalische Leitung liegt bei Daniel Freistetter, Künstlerischer Leiter der Stiftsmusik Klosterneuburg und ausgewiesener Spezialist für Alte Musik. Gemeinsam mit Ensemble und Solist:innen bringt er Händels frühes Meisterwerk in seiner ganzen Farbenpracht zum Erklingen.
Das Publikum darf sich auf einen Abend voller barocker Affekte, virtuoser Arien und faszinierender musikalischer Kontraste freuen. Besonders berühmt wurde aus diesem Oratorium die Arie Lascia la spina, die Händel später als Lascia ch’io pianga in seiner Oper Rinaldo weltbekannt machte.
Als krönender Abschluss von ORGELspiel 2026 vereint dieses Konzert herausragende Solist:innen, das Ensemble Continuum Wien auf historischen Instrumenten und eines der schönsten Werke aus Händels früher Schaffenszeit. Ein fulminanter Festivalausklang voller barocker Klangpracht, virtuoser Arien und zeitloser Gedanken über Schönheit, Vergnügen, Erkenntnis und die Vergänglichkeit des Lebens.
ÜBER UNS
Künstlerische Gäste
ORGELspiel 2026
MEISTERKURS & ERÖFFNUNGSKONZERT

Roman Hauser
Roman Hauser (*1982), Hauptorganist an der Jesuitenkirche in Wien, künstlerischer Leiter der Zyklen „Liturgien im Sommer“ und „Die Goldene Stunde“ ebenda, konnte als Leiter des Meisterkurses „Große Improvisation auf kleiner Orgel“ im Rahmen des Orgelfestivals ORGELspiel 2026 gewonnen werden.
Er selbst studierte Orgel Konzertfach an der Privatuniversität Konservatorium Wien. Ab Oktober 2006 führte er sein Orgelstudium ergänzt durch die Studien Musikerziehung, Orgelimprovisation, Chorleitung und E-Bass an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Meisterkurse absolvierte er bei Marie-Claire Alain, Olivier Latry, Michel Bouvard, Pierre Pincemaille, Peter Planyavsky, Michael Radulescu, Bernhard Haas, Jon Laukvik, Torsten Laux, Ben van Oosten und Jean Guillou. Konzertengagements als Organist und Improvisator im In- und Ausland bilden einen wichtigen Teil seiner musikalischen Aktivitäten.
Seit Herbst 2020 unterrichtet Roman Hauser Orgelimprovisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
NACHT UNTER BAROCKEM HIMMEL

Monika Rak
Ihre universitäre Ausbildung führte sie zum Querflötenstudium bei Furugh Karimi-Djafar-Zadeh. Über viele Jahre hinweg unterrichtete sie an verschiedenen Schulen Musik und Religion, bevor sie im November 2022 eine Stelle als Universitätsassistentin am Institut für musikpädagogische Forschung und Praxis an der mdw antrat. Im Zentrum ihrer wissenschaftlichen Arbeit steht die Frage nach der Hör- u. Sichtbarkeit von Komponistinnen und ihren Werken im pädagogischen Kontext.
Der Kirchenmusik ist sie eng verbunden – als Chorsängerin im Vokalensemble St. Stephan ebenso wie als Chorleiterin.

Martin Zeman
(*1988, in Tschechien geboren) studierte Violoncello an der JAMU Brno sowie an der Universität Stavanger in Norwegen. Er war unter anderem bei der Philharmonie Brno, dem Symphonieorchester Stavanger, dem Slowakischen Nationaltheater und dem Radio Orchester Brno engagiert.
Derzeit lebt und arbeitet er in Wien als Orchester- und Kammermusiker. Er ist regelmäßig bei Produktionen an der Synchron Stage Wien tätig und konzertiert mit der Beethoven Philharmonie sowie im Orchester der Bühne Baden. Darüber hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und der pädagogischen Arbeit.
IL TRIONFO DEL TEMPO E DEL DISINGANNO

Ensemble Continuum Wien
Ensemble Continuum Wien wurde 2009 von Musikerinnen und Musikern gegründet, die sich im Rahmen der Wiener Initiative Treffpunkt Bach kennengelernt hatten. Das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble reicht von kammermusikalischen Besetzungen bis zum Orchester und arbeitet regelmäßig mit renommierten Sängerinnen und Sängern zusammen.
Ein besonderes Anliegen ist die Aufführung von Musik an authentischen historischen Orten, darunter die Wiener Hofburg, zahlreiche Schlösser und Klöster in Österreich und Deutschland. Darüber hinaus ist das Ensemble bei Festivals im In- und Ausland präsent und seit 2012 regelmäßig als Festivalorchester beim Festival Retz engagiert.
Auftritte im Wiener Konzerthaus, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie Kooperationen mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien prägen die jüngere Entwicklung. Zu den jüngsten Projekten zählen Werke von Mozart und Händel. Die Produktion Orpheus wurde mit dem Bank Austria Kunstpreis ausgezeichnet, La morte d’Abele war für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert.

Daniel Freistetter
Daniel Freistetter wuchs im niederösterreichischen Waldviertel auf und legte bereits während seiner Schulzeit die Prüfung am Konservatorium für Kirchenmusik St. Pölten mit Auszeichnung ab. Er studierte Kirchenmusik und Konzertfach Orgel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und setzt dort derzeit sein Dirigierstudium fort. Künstlerische Impulse erhielt er unter anderem von Thomas Ospital, Peter Planyavsky, Michael Radulescu und Erwin Ortner.
Seit 2022 ist er Künstlerischer Leiter der Stiftsmusik Klosterneuburg und verantwortlich für mehrere Chöre und Ensembles sowie die historische Freundt-Orgel von 1642. Seine besondere Leidenschaft gilt der Alten Musik, die er mit dem von ihm gegründeten Freund(t)-Ensemble und in Zusammenarbeit mit renommierten Originalklang-Ensembles pflegt. Zugleich engagiert er sich für zeitgenössische Musik und wirkt regelmäßig an Uraufführungen neuer Orgelwerke mit.
Als Organist, Continuospieler und Solist tritt er bei bedeutenden Festivals und mit renommierten Orchestern im In- und Ausland auf.

Roberta Inverizzi
Roberta Invernizzi zählt zu den führenden Interpretinnen der Alten Musik. Die in Mailand geborene Sängerin studierte zunächst Klavier und Kontrabass, bevor sie sich dem Gesang widmete. Früh spezialisierte sie sich auf Musik der Renaissance und des Barock und arbeitete mit bedeutenden Persönlichkeiten der Originalklangbewegung wie Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Jordi Savall, Fabio Biondi und Ottavio Dantone zusammen.
Sie gastierte an renommierten Opernhäusern und Konzertbühnen Europas, darunter die Mailänder Scala, die Opéra Royal in Versailles, das Théâtre des Champs-Élysées in Paris sowie die Opernhäuser von Neapel und Venedig. Mit Österreich verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit, insbesondere mit den Salzburger Festspielen, dem Theater an der Wien, dem Wiener Konzerthaus und dem Musikverein.
Ihre umfangreiche Diskographie umfasst mehr als 100 CD-Aufnahmen, die vielfach ausgezeichnet wurden. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet sie Barock- und Renaissancegesang in Florenz und Wien.

Anna Manske
Anna Manske ist eine Wiener Mezzosopranistin, die am Mozarteum Salzburg sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgebildet wurde. Die Preisträgerin der Sommerakademie Mozarteum Salzburg war bereits im Rahmen der Salzburger Festspiele zu hören.
Ihr Repertoire umfasst zahlreiche bedeutende Opernpartien, darunter Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Cherubino in Mozarts Le Nozze di Figaro, Idamante in Idomeneo an der Opéra National de Montpellier sowie Rollen in Werken von Händel, Ligeti und Gluck. Darüber hinaus wirkte sie in mehreren Uraufführungen und österreichischen Erstaufführungen mit.
Neben ihrer Operntätigkeit ist Anna Manske eine gefragte Konzertsängerin und trat in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Polen und Spanien auf. Engagements führten sie unter anderem in den Wiener Musikverein sowie zu renommierten Festivals und Orchestern. Zuletzt war sie bei der Styriarte sowie in Produktionen von Pergolesi, Händel und Monteverdi zu erleben.

Nicholas Spanos
Nicholas Spanos studierte Gesang in Griechenland bei Aris Christofellis und setzte seine Ausbildung als Stipendiat der Gesellschaft der Musikfreunde Athen an der University of Maryland (USA) fort, wo er seinen Magister in Gesang und Oper erwarb. Ein Postgraduate-Studium für Lied und Oratorium in Wien sowie Meisterkurse bei renommierten Künstlerpersönlichkeiten ergänzten seine Ausbildung.
Als gefragter Tenor arbeitete er mit bedeutenden Orchestern und Ensembles wie dem Venice Baroque Orchestra, Les Talens Lyriques, dem Dänischen Radiosymphonieorchester, der Griechischen Nationaloper und zahlreichen Spezialensembles für Alte Musik in Europa und den USA zusammen. Seit vielen Jahren verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Ex Silentio, Latinitas Nostra und dem Pandolfis Consort Wien.
Für seine Darstellung des Arsamene in Händels Serse an der Griechischen Nationaloper wurde er als „Bester Junger Künstler des Jahres“ ausgezeichnet. Zudem gewann er den ersten Preis beim Gesangswettbewerb des Thessalonikier Künstlervereins TECHNI. Mehrere CD-Einspielungen von Werken Händels dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.

Daniel Johannsen
Daniel Johannsen zählt zu den renommiertesten österreichischen Tenören seiner Generation. Nach seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte der gebürtige Wiener Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl. Künstlerische Impulse erhielt er unter anderem von Dietrich Fischer-Dieskau, Christa Ludwig und Nicolai Gedda. Er ist Preisträger mehrerer bedeutender Wettbewerbe, darunter der Bach-, Schumann-, Mozart-, Hilde-Zadek- und Wigmore-Hall-Wettbewerb.
Als gefragter Evangelist und Bach-Interpret konzertiert er regelmäßig in Europa, Nordamerika, Japan und dem Nahen Osten sowie bei internationalen Festivals. Er arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe und René Jacobs sowie mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden und dem Israel Philharmonic Orchestra zusammen.
Auch als Opern- und Liedsänger ist Johannsen international erfolgreich. Rund 60 CD-Einspielungen dokumentieren sein Schaffen. Seine Aufnahme mit Liedern von Erich J. Wolff wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Team ORGELspiel
Kulturverein Augusteum

Die Förderung und Vermittlung von zeitgenössischer und historischer Kunst und Kultur im Forum Augusteums steht im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Augusteum-Orgel und das ORGELspiel-Festival.
TEAM ORGELspiel — WIRTSCHAFTLICHE LEITUNG

Melanie Lopin
Melanie Lopin verantwortet die wirtschaftliche und organisatorische Leitung von ORGELspiel. Sie studierte Kunstgeschichte sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. Nach Weiterbildungen im Kulturmanagement und dem Abschluss des Lehrgangs für Kulturvermittlung engagierte sie sich insbesondere in intergenerativen und partizipativen Kulturprojekten.
In ihrer langjährigen Tätigkeit im Kulturmanagement liegt ihr die Vermittlung von Kunst und Kultur an ein vielfältiges Publikum besonders am Herzen. Ihr Anliegen ist die Entwicklung und Förderung von Kulturformaten, die künstlerische Qualität mit nachhaltigen organisatorischen Strukturen verbinden.
Bei der kulturellen Nachnutzung des ehemaligen Augustinerklosters und der Augustinerkirche in Korneuburg – dem heutigen Augusteum – setzt sie auf eine vielseitige und lebendige Programmgestaltung, die unterschiedliche Zielgruppen anspricht und den historischen Ort zeitgemäß mit kulturellem Leben erfüllt.
TEAM ORGELspiel — KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Michael Seiberler
Michael Seiberler (*1990) begann im Alter von elf Jahren, fasziniert von der „Königin der Instrumente“, sich das Orgelspiel autodidaktisch beizubringen. Sein Fokus lag bislang im kirchenmusikalischen Bereich. Ein zweijähriger Aufenthalt in Boston, MA/USA (2010/2011), unter anderem als Aushilfsorganist der Pfarre Our Lady’s Help of Christians in Newton, MA, vertiefte seine praktische Erfahrung. 2022 nahm er an einem Meisterkurs für Orgelimprovisation bei Sophie-Véronique Cauchefer-Choplin in Schwäbisch Gmünd teil; seit September 2025 studiert er bei Marco Paolacci am Konservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien, im Juli 2026 vertiefte er seine Improvisationskenntnisse bei Vincenz Doering im Rahmen der Salzburger Orgelwoche.
Seit 2025 betreut er als Augusteum-Organist die Hradetzky-Orgel, organisiert Konzerte und Workshops und ist zudem regelmäßig als Organist in der Antonskirche Wien X, der Stadtpfarrkirche Korneuburg, in Manhartsbrunn sowie der evangelischen Pfarrkirche Oberwart tätig. Zudem ist er Initiator der Weinviertler Orgelvesper.
Für ihn ist das Musizieren an der Orgel ein Zusammenspiel aus Ausdruck, Kreation und Improvisation. Als Intendant und künstlerischer Leiter des Orgelfestivals ORGELspiel im Augusteum Korneuburg – mit Schwerpunkt auf Improvisation und weiblichen Komponistinnen – macht er Orgelmusik für jede:n zugänglich, jung wie alt, auch dort, wo die Kirche nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt wird.
Der Ort
Forum Augusteum

Das Forum Augusteum in Korneuburg ist mehr als eine Spielstätte — es ist Mitgestalter. Die historische Architektur, das Gewölbe, die Akustik: Sie alle werden Teil des künstlerischen Konzepts.
Korneuburg, unmittelbar vor den Toren Wiens, bietet einen Rahmen abseits des großstädtischen Festivalbetriebs — konzentriert, nah, außergewöhnlich.
Anreise
Forum Augusteum
2100 Korneuburg, Niederösterreich
Stockerauer Straße 12
S-Bahn ab Wien Praterstern ca. 20 min oder
PKW ab Wiener Stadtgrenze ca. 10 min
KONTAKT
Haben Sie Fragen zum Programm, zur Masterclass-Anmeldung oder zur Akkreditierung?
Kulturverein
Augusteum
ORGELspiel · Forum Augusteum Korneuburg · 22.–27. September 2026 · © 2026 Kulturverein Augusteum
